Die Zürcher Filmstiftung vergibt seit 2019 den Zürcher Filmpreis. Sie hat diese Aufgabe von der Stadt Zürich übernommen, die zuvor jährlich den «Filmpreis der Stadt Zürich» verliehen hat.
Juryverfahren
Eine jährlich wechselnde Fachjury entscheidet über die Preisvergabe in den Kategorien Kurzfilm, langer Dokumentarfilm und langer Spielfilm, Best Game und Best XR. In jeder der fünf Kategorien gibt es eine Auszeichnung für den besten Film respektive das beste Projekt. Zusätzlich zeichnet die Jury im Bereich Film zwei besondere Leistungen aus, beispielsweise für Kamera, Musik, Drehbuch und weitere am Film beteiligte Personen. Damit trägt der Zürcher Filmpreis dem Umstand Rechnung, dass jeder Film das Werk der Zusammenarbeit vieler Beteiligter ist.
Auszeichnungen
Die Summe der Preisgelder beträgt 140’000 CHF. Der beste Film in den Kategorien Dokumentarfilm und Spielfilm und die Preise «Best Game», «Best XR» im Bereich Digitale Kultur sind mit jeweils 20’000 CHF dotiert, die ausgezeichneten Positionen mit 10’000 CHF. Der beste Film in der Kategorie Kurzfilm erhält 10’000 CHF, die ausgezeichneten Leistungen jeweils 5’000 CHF.
Preisverleihung
Die öffentliche Verleihung der Zürcher Filmpreise findet jeweils im Herbst statt.
Die Lupe
Zu einem Preis gehört ein Pokal. Und so hat die Zürcher Filmstiftung 2020 ein Designerinnen-Duo aus Zürich mit dem Entwurf und der Umsetzung eines solchen beauftragt. Das Design des Zürcher Filmpreises ist von einer Fotografie des Regisseurs Alfred Hitchcock inspiriert. Auf diesem kultgewordenen Portrait ist er am Tisch sitzend mit einer Lupe vor dem Gesicht abgebildet. Hitchcocks durchdringender Blick ist durch die Linse unverkenntlich. Diesen Effekt des In-Szene-Setzens von Details hat den Designerinnen Christine Birkhoven und Annina Gähwiler an der Lupe als Objekt gefallen. Doch eine Lupe setzt nicht nur in Szene, sondern sie ist auch das Mittel, um genau hinzusehen und die Qualität von Details zu prüfen. Sie steht damit auch sinnbildlich für die Arbeit der Jury des Zürcher Filmpreises, die darauf bedacht ist, qualitativ herausragende Werke und Leistungen zu prämieren. Oft sind es ja die Details, die den entscheidenden Unterschied ausmachen.
Die Lupe ist im Bereich des Filmes und der Digitalen Kultur zwar nicht das Arbeitswerkzeug der ersten Wahl. Aber sie tut im übertragenen Sinne, was bei dieser Kunst zentral ist: Sie verführt zum genauen Sehen und Gesehenwerden.
Diese Überlegungen sind in das Design des Pokals geflossen. Und so besteht dieser aus einer Lupe mit Holzgriff und einem Sockel, auf welchem eine Plakette die Preisträgerinnen oder Preisträger ausweist. Bei den Preisen für den besten Film wurde Ahornholz mit Messing kombiniert, die Pokale für die Auszeichnungen sind in Eiche gefertigt und mit Kupferplaketten versehen.Die Pokale werden von der Schreinerei Schloss Herdern hergestellt. Das Schloss Herdern ist eine soziale Wohn-, Arbeits- und Ausbildungsstätte im Kanton Thurgau, welche verschiedene Betriebe umfasst. Die Schreinerei stellt qualitativ hochwertige Produkte her und ist bereits langjähriger Produktionspartner der Designerinnen. Wenn immer möglich wird heimisches Holz aus dem schlosseigenen Wald verarbeitet.
