Jury Zürcher Filmpreis 2022

Pro Kategorie entscheidet eine 3-köpfige Fachjury, welche der eingereichten Werke eine Auszeichnung erhalten.

In jeder Kategorie zeichnet die Jury den besten Film und zwei herausragende Leistungen aus, beispielsweise Kamera, Drehbuch, Musik, Schauspiel etc.

 

Kategorie langer Spielfilm


Katharina Mückstein (AT)
Geboren 1982 in Wien, ist Regisseurin, Drehbuchautorin und Produzentin. Nach dem Studium der Filmregie gründete sie mit Studienkolleg:innen die Produktionsfirma La Banda Film. Auf ihre vielfach ausgezeichneten Kinospielfilme TALEA (2013) und L’Animale (2018) folgt 2023 der Kinodokumentarfilm Feminism WTF. Neben der Arbeit als Autorin und Regisseurin fürs Kino ist Katharina Mückstein auch als TV-Regisseurin und Dozentin tätig. Sie ist Mitbegründerin des feministischen Film-Netzwerks FC Gloria.


Stefan Eichenberger (CH)
Ist ein Oscar-nominierter Produzent aus der Schweiz. Er hat einen Bachelor-Abschluss in Medien- und Kommunikationswissenschaft, Philosophie und Soziologie sowie einen Master-Abschluss in Filmproduktion. Er ist Partner bei Contrast Film, die gesellschaftlich relevante Filme für ein breites Publikum produzieren, u.a. Der Kreis, Heimatland, Der Läufer und Bis wir tot sind oder frei. Alle von Contrast Film produzierten Filme liefen auf einem A-Festival und haben gemeinsam über 100 Preise gewonnen. Stefan Eichenberger gehört zum internationalen Produzentennetzwerk ACE und ist Mitglied von AMPAS und der EFA.


Svenja Böttger
(DE)
Ist seit sechs Jahren Leiterin und seit drei Jahren Geschäftsführerin des Filmfestival Max Ophüls Preis, dem bedeutendsten Festival für den deutschsprachigen Filmnachwuchs. Neben Lehrtätigkeiten und Vorträgen an verschiedenen Filmhochschulen sowie der Universität des Saarlandes, nimmt sie Jurytätigkeiten wahr, ist stellvertretende Vorsitzende des Hochschulrates der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch sowie Jurymitglied der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW). Darüber hinaus berät Sie Filmschaffende zu Festival-Auswertungsstrategien und co-initiierte 2019 die AG Filmfestival, die bundesweite Initiative der Filmfestivals in Deutschland.

Kategorie langer Dokumentarfilm


Gudrun Sommer (AT)
Hat in Graz und Bochum Philosophie & Film-und Fernsehwissenschaften studiert. 2002 gründete sie doxs! dokumentarfilme für kinder und jugendliche, einige Jahre später die Freund:innen der Realität e.V. und das Festival Doxs Ruhr. Die gebürtige Österreicherin arbeitet als Dozentin und Kuratorin in Deutschland und Österreich, zuletzt für  das IFFF Dortmund | Köln, die Diagonale und den steirischen herbst in Graz. Als Co-Leiterin gestaltete sie gemeinsam mit Christian Koch die 43. & 44. Duisburger Filmwoche. Gudrun Sommer ist Jurorin des Grimme-Instituts und in der Auswahlkommission des Kindermedienfestivals Goldener Spatz. Als zertifizierte Green Consultant Film & TV engagiert sie sich mit ihrem Büro fair enough. für nachhaltige Film- und Kulturarbeit.

 
Nikola Ilić (SRB)
Stammt ursprünglich aus Belgrad und ist ein unabhängiger Filmemacher und Kameramann, der sich für kreatives und beobachtendes Dokumentarfilmen interessiert. Seit 2007 lebt, studiert und arbeitet er zwischen der Schweiz und Serbien. Seine Filme wurden auf vielen internationalen Festivals rund um den Globus gezeigt und ausgezeichnet. Sein jüngster Spielfilm Doc (Co-Regie mit Corina Schwingruber Ilić) wurde u.a. mit der Goldenen Taube von DOK Leipzig ausgezeichnet. Nikola war dreimal für den Schweizer Filmpreis nominiert. Er ist zweimaliger Gewinner des Zürcher Filmpreises und des Filmpreises der Zentralschweiz. Er ist Mitbegründer des Pro Short Kurzfilm Verbands Schweiz sowie Mitglied der Schweizerischen Filmakademie.


Tassilo Aschauer (DE)
Ist im Raum München geboren worden und aufgewachsen. Er hat Geschichte, Politikwissenschaft und Afrikanistik an der Humboldt-Uni in Berlin studiert. Seit 1998 ist Tassilo bei zero one film. Inzwischen Line Producer für Kinodokumentarfilme, TV-Events und TV-Doku-Mehrteiler wie zum Beispiel Gerhard Richter Painting, 24h Berlin – Ein Tag im Leben, Berlin 1945, Igor Levit – No Fear oder More Than Honey.

Kategorie Kurzfilm


Aline Höchli (CH)
Aus Bern, studierte an der Hochschule Luzern Design & Kunst Film mit Vertiefung Animation. Seit 2015 ist Aline freischaffende
Filmemacherin und gründete 2016 ihre Produktionsfirma Tricksfilms – heute Koloss. 2020 wurde das Character Design Ihres Filmes Warum Schnecken keine Beine haben mit einem Zürcher Filmpreis ausgezeichnet.


Lars Henrik Gass (DE)
Ist Leiter der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen. Er Schreibt u.a. in FAS/FAZ, filmdienst, Freitag, springerin, Lettre International. Zudem ist Lars Autor und Herausgeber u.a. von Film und Kunst nach dem Kino (2012/2017, englisch 2019), Filmgeschichte als Kinogeschichte. Eine kleine Theorie des Kinos (2019) sowie Hellmuth Costard: Das Wirkliche war zum Modell geworden (2021).

Marisa Meier (CH)
Ist als Produzentin, freie Producerin und Autorin in Deutschland und der Schweiz tätig. Sie studierte International Producing an der renommierten Filmakademie Baden-Würtemberg. Ihr Debütfilm Youth Topia realisierte sie im Rahmen des Fast Track Awards als Autorin und Produzentin. Der Film gewann den Audience Award am Zurich Film Festival, den Preis der Jugendjury am Film Fest Cottbus und zuletzt die Preise beste Produktion und Regie am Achtung Berlin Filmfestival.